SDP – Tour 2015

Am 07.11.2015 ab 22:00




SDP – Tour 2015

Die Welt ist im Wandel. Wir schreiben das Sternjahr 2.o15,5, mehr als ein Jahr nach SDP’s Machtübernahme und Gründung der „Bunten Rapublik Deutschpunk“. Das Universum, unser Universum, steht kurz vor seiner totalen Vernichtung!
Am Beginn des 21. Jahrhunderts wird klar, dass der Mensch die Geister, die er rief, nicht so einfach wieder loswerden wird: Die Natur, das Internet, Sex, Gewalt, Mononatriumglutamat und lieblose Musik drohen das Universum zu zerstören! An die Spitze der letzten Résistance der Menschheit haben sich ungefragt die Helden von SDP gesetzt und ein Album vollendet, das mehr ist als nur ein Album: Es ist eine Waffe! Eine Waffe geschaffen um die Musik von sämtlichen Genrezwängen zu befreien und die Vielfalt der Musik - und damit das gesamte Universum - vor einem sinnlos-qualvollen Untergang zu retten!
Eintönige Musik und ein ominöser „HITS-Lord“ bedrohen die Vielfalt der Musik und damit das gesamte Universum?! Und nur eine kleine Band leistet noch erbittert Widerstand?! Willkommen im Universum von SDP! Gestählt durch ein bombastisches und erfolgreiches Live-Jahr auf den größten Festivalbühnen der Rapublik und nach einer ausverkauften Tour 2014, perfekt gekrönt vom großen Parteitag in der ebenfalls ausverkauften Berliner Columbiahalle, haben Vincent und Dag den Studiokampf aufgenommen und ihr mittlerweile siebtes Album geschaffen: SDP - „Zurück in die Zukunst“!
Das Erscheinen eines neuen SDP-Albums bedeutet für Kenner und Fans der Band auch immer die Fortführung der Rahmengeschichte. Diese wird von Album zu Album weitererzählt - im unvermeidlichen, vom Live-Feeling dominierten Begrüßungssong „Klopf Klopf“ und im abschließenden Hörspiel-Song „Zurück in die Zukunst“.
Die Hauptmotive des Albums - „die Gegenwart als Zukunft“ und „kulturelle, kreative Vielfalt als Antwort auf Herausforderungen unserer Zeit“ - ziehen sich zwar nicht immer offensichtlich, aber doch wie ein roter Faden durch das Album. Angefangen beim Cover Artwork bis hin zu den sprachlichen Bildern; die Themen der Gegenwart und Zukunst werden aufgegriffen und in SDP-Manier vielschichtig ironisiert und zu erbarmungslosen Ohrwürmern wie „Cyb3r Cr!m3“ und „Erstmal einSelfie“ verarbeitet.
Ehrliche und tiefe Liebeslieder werden angebunden an den Gedanken, dass wir in einer Gegenwart der permanenten Zukunft leben. Unsere Welt von heute ähnelt der Zukunft, die die Generation von SDP aus den Science-Fiction-Filmen ihrer Kindheit kennt, viel mehr als der Welt ihrer Eltern.
Liebesbeziehungen finden zu großen Teilen in virtuellen Räumen statt und ständige „emotionale“ Verfügbarkeit über das Smartphone stellt Liebende vor kommunikationstaktische Herausforderungen. Im Song „Kurz für immer bleiben“ wird die Liebe als schönster Weg zur vielbeschworenen „Entschleunigung“ gefeiert. Welch negative Auswirkungen die moderne Kommunikation auf unsere Beziehungen hat, zeigt „Ich will nur dass du weißt“ - zum Beispiel, wenn das Schreiben einer SMS so viel einfacher ist, als Dinge wirklich auszusprechen.
Ganz im Sinne des Kampfes für die Vielfalt der Musik bedienen SDP von Lied zu Lied unterschiedliche Stile und spielen zum Beispiel in „Deine Freundin“ und „Keine Ahnung warum“ gnadenlos mit musikalischen Elementen und Klischees. Dabei sind sie nie herablassend, sondern zeigen immer viel Liebe für (Pop-) Musik in all ihren Facetten. Gesellschaftlich relevante und brisante Themen wie die Verteilung der Geschlechterrollen („Männer und Frauen“), der Wert der Lüge im sozialen Miteinander („Wahrheit in schön“), oder immer höher werdende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft („Gewalt“) werden sarkastisch gebrochen und mutig in verschiedene musikalische Stile gegossen. Die Band entzieht sich mit ihrer beeindruckenden Vielschichtigkeit jeder klassischen Genre-Zuschreibung.
SDP sind keine Newcomer mehr. Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin, Freunde seit einem halben Leben, blicken mittlerweile auf eine lange und spannende Geschichte zurück.
SDP oder „Stonedeafproduction“ gründen die beiden Westberliner 1999 noch in der Schule als verspieltes „Liebhaberding“, um sich kreativ austoben zu können. 2003 wird der erste und einzige Plattenvertrag bei einem der größten Independent-Labels des Landes unterschrieben. Doch ein klassischer Plattenvertrag bietet den Querköpfen nicht genug Freiheiten. Zum zweiten Album beschließen Vincent und Dag lieber alles selbst in die Hand zu nehmen. Gesagt, getan, die Band baut sich im Internet, über Jahre eine riesige Fanbase auf und wächst mit jeder neuen Veröffentlichung.
Sie spielen auf den Bühnen der großen Festivals wie Rock am Ring, Hurricane und Southside und werden so „die bekannteste unbekannte Band der Welt“.