Zigarrengenuss im La Casa del Habano

Seit jeher gilt die Zigarre in der Gesellschaft als Zeichen von Macht und Erfolg. Doch man muss nicht unbedingt ein Wall Street Broker der 1980erJahre oder ein schmieriger Mafiaboss sein, um eine Zigarre genießen zu können. Auch ein hart arbeitender Familienvater oder ein 18-jähriger Abiturient darf sich, wenn er den möchte, eine Zigarre anstecken. Selbst jemand, der sonst nicht oder nur gelegentlich raucht, kann sich an einer leichten Zigarre erfreuen. Vom nächtlichen Spontankauf an der Tankstelle sollte man allerdings absehen, wenn man wirklich Freude an der Zigarre haben möchte. Aber keine Sorge, auch im Fachhandel finden sich bezahlbare Zigarren. Die muss man dann zwar erst noch anschneiden und ein paar weitere Dinge beachten, das aber ist schnell erklärt:

Die Zigarre auswählen

Wer selten oder nie raucht, sollte sich nur nach sehr milden bis milden Zigarren umsehen. Die kommen überwiegend aus der Dominikanischen Republik. Empfehlenswerte Marken wären beispielsweise The Griffin’s oder Don Diego. Wer gelegentlich bis regelmäßig raucht, darf ruhig schon zu einer mittelstarken Zigarre greifen. Die gibt es aus nahezu allen bekannten Zigarrennationen, natürlich auch aus Kuba. Gute kubanische Einstiegszigarren wären zum Beispiel die Marken Romeo y Julita, H.Upmann oder Montecristo Open. An stärkere Zigarren wie der sagenumwobenen Cohiba, Fidel Castros bevorzugte Marke, sollte man sich erst herantrauen, wenn man ein klein wenig Erfahrung gesammelt hat.

Das Format

Zigarren gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Größen. Würde man als Laie vielleicht eher denken, man solle mit etwas Kleinerem anfangen, wird gerade Einsteigern zu größeren Formaten geraten. Die laufen weniger Gefahr, zu heiß zu werden. Und genau darauf kommt es an beim Zigarrerauchen, da zu heißer Rauch kein Aroma transportieren kann. Eines der am weitesten verbreiteten Formate ist das Robusto Format, welches auch für Einsteiger sehr zu empfehlen ist.

Anschneiden, Anzünden und Rauchen

Liegt das Objekt der Begierde dann endlich vor einem, geht es ans Eingemachte. Zunächst sollte man es sich gemütlich machen, denn eine Zigarre muss in Ruhe genossen werden. Aufgrund des Rauchverbotes in Bayern wird es recht schwierig eine geeignete Bar zu finden. Zum Glück gibt es noch die Bierkeller-Saison. Das Anschneiden geht denkbar einfach, hier tut es meist schon ein Cutter für 1 oder 2 Euro. Man schneidet dann lediglich die Kappe (lässt sich bei genauen hinsehen erkennen) am Ende der Zigarre ab, nichts von der Zigarre selbst. Das Anzünden muss nicht unbedingt mit einem großen Streichholz erfolgen, auch ein Gasfeuerzeug tut es. Wichtig ist nur, kein Benzinfeuerzeug zu verwenden, das würde den Geschmack verfälschen. Verwendet man ein Gasfeuerzeug, sollte man auch darauf achten, die Zigarre nicht direkt in die Flamme zu halten, sondern etwa einen Zentimeter darüber, um sie so ganz gemächlich zu entflammen. Das kann durchaus ein paar Minuten dauern. Viel Zeit sollte man sich auch beim anschließenden Rauchen lassen. Schmeckt der Rauch etwas scharf und bitter, einfach die Zigarre kurz weglegen und abkühlen lassen. Viel Spaß beim Genießen!