Wichtige Tipps für mehr Cybersicherheit

Wichtige Tipps für mehr Cybersicherheit

Das Leben in einer digitalisierten Welt wird immer komplexer: Zig Accounts legen sich Verbraucher an – ob für Onlinebanking, E-Mailen, Social Media oder diverse Online-Shops. Für all diese Dienste werden Passwörter benötigt, denn alle Accounts umfassen sensible Daten und enthalten oftmals detaillierte, persönliche Informationen, ob private Fotos oder Bankinformationen. Im Zeitalter von Cybercrime ist nur eines sicher: dass nichts davon 100-prozentig sicher ist. Doch mit einigen einfachen Tipps lässt sich der Schutz der eigenen Daten schon um ein Vielfaches erhöhen.

Passwortsicherheit erhöhen

Die Gefahren, denen Privatpersonen ebenso wie Unternehmen in der digitalen Welt im Zusammenhang mit dem Thema Cybersicherheit ausgesetzt sind, können unterschiedlicher Natur sein. Voraussetzung dafür, sich gut zu schützen: sich über die Grundlagen informieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Denn viele Risiken können Nutzer schon selbst vermeiden – unter anderem mit einem besseren Passwort. "123456" beispielsweise lässt sich leicht merken; ein solches Passwort könnte man jedoch gleich öffentlich in sozialen Netzwerken posten – diese Zahlenfolge ist weltweit noch immer die Nummer eins der unsichersten Passwörter. Statt simple Daten wie den eigenen Geburtstag oder leicht zu erratende Kombinationen wie "1001" zu wählen, gilt die Faustregel: Ein Passwort sollte eine bunte Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten. Fast noch wichtiger ist der Tipp, niemals das gleiche Passwort für unterschiedliche Dienste zu verwenden – vor allem nicht eines, das man für besonders wichtige Accounts wie die eigene E-Mail-Adresse oder das Paypal-Konto verwendet.

Risiko für Hackerangriffe minimieren

Auch wichtig: Je länger das Passwort, desto schwieriger macht man es Hackern, Zugang zum eigenen Account zu bekommen. Dieser Artikel der PC-Welt macht das an einem simplen Beispiel deutlich: Während ein scheinbar sicheres Passwort wie "g3h31m" von Profis innerhalb einer halben Sekunde geknackt ist, braucht man für "da515tg3h31m" 37 Jahre – allein die Faktoren Länge und Komplexität erhöhen, miteinander kombiniert, die Sicherheit erheblich. Zudem sollte man wichtige Passwörter regelmäßig wechseln – das beugt dem Missbrauch des Accounts nach etwaigen Technikpannen vor. Denn auch das beste Passwort kann durch großangelegte Hacking-Angriffe auf die jeweilige Website geknackt werden. So besteht jederzeit die Gefahr, dass vertrauliche Daten an die Öffentlichkeit geraten bzw. für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Ob die eigene E-Mail-Adresse samt Passwort bereits von einem Identitätsdiebstahl betroffen sind, lässt sich mit einem Sicherheitstest des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) herausfinden.

Doppelt hält besser: Warum Zwei-Faktor-Authentifizierung wichtig ist

Wer dann noch auf einen doppelten Boden baut, schützt seine Accounts noch mehr gegen unberechtigte Zugriffe – die Rede ist von der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung: Viele Webportale, Online-Shops und oder andere Plattformen bieten diese Schutzoption inzwischen an. Dabei fügt man der Authentifizierung beim Login noch einen zweiten Faktor hinzu – das sind zumeist separate Einmalpasswörter oder TANs. Das Prinzip ähnelt dem beim Geldabheben am Bankautomaten: Nur Kunden, die im Besitz der EC-Karte und der dazugehörigen PIN sind, erhalten Auskunft über das Konto bzw. Bares. Das Pendant im Netz sind Authentifizierungs-Apps oder SMS-Einmalpasswörter auf dem Smartphone, die bei jedem Login-Versuch zusätzlich zum Passwort und Nutzernamen abgefragt werden. Ebenso sind Iris- oder Fingerabdruckscanner zur einwandfreien Authentifizierung denkbar. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung können User unter anderem bei Facebook, Dropbox, Paypal oder Google einrichten. Wie das funktioniert, erklärt das t3n-Magazin an dieser Stelle.

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