Was macht den "idealen" Mann aus?

Das Ideal männlicher Attraktivität lässt sich schwer verallgemeinern. Vor allem in puncto Persönlichkeit entspricht das Männerbild heute längst nicht mehr dem Klischee des einseitig dominanten, starken, karriereorientierten Jägers und Sammlers. Attraktive Männer dürfen heutzutage durchaus Gefühle zeigen und mit mehr als nur äußerlicher Stärke überzeugen. Sogar die Statistik zeigt, wie wichtig innere Werte sind.

Verantwortung und Verlässlichkeit

In einer Umfrage aus dem Sommer 2015 zu Attributen von Männlichkeit gaben 68 Prozent der Befragten Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein an, dahinter rangierten Intelligenz (40 Prozent) und Emotionalität (36 Prozent). Innere, nicht äußere Stärke ist demnach ein Plus: Verantwortungsbewusstsein wirkt heute anziehender als sprunghafte Unverbindlichkeit. Kaum verwunderlich: Männliche Partner, die selbstbewusst entscheiden und freiwillig Verantwortung übernehmen, vermitteln Verlässlichkeit und Stärke. In einer Beziehung lassen sie wenig Spielraum für Unsicherheiten und entscheiden stattdessen mit Überzeugung und Bedacht – ein Teil des männlichen Sex-Appeals.

Körperbewusstsein und Look

Mit einem Umfragewert von 25 Prozent wird auch das Körperbewusstsein als wichtiger Faktor im Männlichkeitsideal gesehen. Dabei geht es jedoch nicht um die makellose, durchtrainierte Erscheinung eines Unterwäsche-Models – ein Mann, der pfleglich mit seinem Erscheinungsbild umgeht, zeigt nicht nur Selbstwert, sondern auch Achtung gegenüber seinen Mitmenschen. Hier gibt es schon ganz einfache Methoden für gute männliche Körperpflege und -hygiene. Auch bei der Wahl des richtigen Parfüms ist man(n) nicht zwanghaft an herbe, sportliche oder dominante Düfte gebunden. Moderne Herrendüfte à la Joop! Homme, die u. a. Webshops wie easyCOSMETIC anbieten, verleihen eine würzige und frische Note, die angenehm männlich wirkt. Auch bei der Haarpracht ist der Trend für 2016/2017 nicht dem konservativen, kurzen und kantigen Männer-Look unterworfen. Er lässt durchaus Platz für längere, fließende Frisuren, die auch mal ins Gesicht fallen dürfen.

Impulsivität und Humor

Natürlich ist das romantisch-verklärte Ideal des "wilden und ungestümen" Mannes nicht komplett ausgestorben. Es kann durchaus attraktiv wirken, wenn Männer spontan, abenteuerlustig und impulsiv sind. Wer will schon einen übermäßig braven, eintönigen und dauerhaft passiven männlichen Partner haben? Stattdessen sollte er bei aller Gelassenheit und Ruhe auch dazu beitragen, dass Schwung und Abwechslung in die Beziehung kommen. Dabei sollte er aber auch einen Sinn für Humor beweisen. Selbstironie und Lockerheit können eine besondere Anziehungskraft entwickeln. Männer, die ständig ernst oder verbissen sind, opfern sich ihrer eigenen Unsicherheit. Ein humorvoller Partner bereichert das Beziehungsleben.

Verletzlichkeit und Empathiefähigkeit

Sensibilität und Mitgefühl unterstreichen, dass ein Mann aufmerksam ist und sich kümmern kann. Er sollte daher seine Gefühle zeigen und gegenüber Menschen großherzig sein, die ihm wichtig sind. Egoismus, Geiz und Unnahbarkeit schaden der Partnerschaft – Güte, Freigiebigkeit und Zärtlichkeit hingegen sind besondere Qualitäten. In der allgemeinen Wahrnehmung keineswegs rein "weibliche" Attribute, gehören sie schlicht zur gegenseitigen Wertschätzung und zum Ausdruck von Liebe und Zuneigung. Zwar sollte Sensibilität auch bei Männern nicht gleich zu Dünnhäutigkeit und Unleidlichkeit führen – aber auch das Ausdrücken starker Freude, von Trauer oder Rührung können Männer besonders machen.


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