Sonnenbrillen: Die klassischen Modelle

Rund oder eckig, riesig oder schmal? Welche Sonnenbrille man wählt, um sich modebewusst vor UV-Strahlung oder neugierigen Blicken zu schützen, hängt sowohl von der eigenen Gesichtsform ab als auch vom eigenen Stil und Geschmack sowie von Trends. Doch einige legendäre Modelle kehren immer wieder. Wir stellen die beliebtesten Sonnenbrillenstile und ihre Herkunft sowie ihre heutige Verwendung vor.

Zeitlos: Klassiker für Mann und Frau

Heute sind sowohl bei Frauen als auch bei Männern runde und kastenförmige Modelle gleichermaßen beliebt, ob am Strand oder in der Stadt. Und auch die Pilotenbrille ist bei Pilotinnen ebenso angekommen wie bei den Männern. Vor vielen Jahren wurde sie auch als "Pornobrille" bekannt, ein Spitzname, den sie den wilden 70er-Jahren verdankt. Runde und Pilotenbrillen lassen kantige Gesichter etwas weicher erscheinen. Andersrum ist die Wayfarer, quasi die ganz klassische, eckige RayBan, auch für runde Gesichter eine sehr gute Wahl, da sie das Gesicht optisch streckt. Auch die Clubmaster ist nicht nur bei Männern beliebt. Sie ist wie viele andere aktuelle Modelle von den 50er-Jahren inspiriert und steht in der Tradition des "Wayfarer"-Modells. Laut Brille24.de, wo diese und viele andere Modelle erhältlich sind, ist sie auch für Celebrities wie Beyoncé, Robert Pattinson oder Jessica Alba ein ständiger Begleiter an sonnigen Tagen.

Extravagant: Katzenaugen und Schmetterlinge

Für Frauen ist die Cat-Eye- bzw. Katzenaugensonnenbrille ein weiterer Klassiker. Wie die Clubmaster-Sonnenbrille ist auch die Cat-Eye-Brille ein Markenzeichen der 50er- und 60er-Jahre. Bis heute ist sie bekannt durch die Bilder von Filmstars wie Grace Kelly und erinnert uns an Filme wie "Thelma und Louise". In der Rockabilly-Szene war und ist dieses Modell ein gern genutztes, extravagantes Accessoire zu Victory Rolls oder einem Beehive à la Amy Winehouse. Trägerinnen von Oversized-Brillen haben dagegen auch schon den Spitznamen "Puck die Stubenfliege" erhalten, weil die Augen damit an die rieseigen Facettenaugen von Insekten erinnern – reicht diese Sonnenbrille doch mit ihren Konturen seitlich über das Gesicht hinaus. Aber in Form des "Butterfly"-Modells hat sie immerhin eine starke Modekarriere seit den 60er-Jahren hinter sich. Cat Eyes und Butterflys sind für kantige Gesichter toll, weil sie die Augen betonen und einen Ausgleich zur breiten Kieferpartie bilden.

Freie Sicht: Sunglasses at Night

Sonnenbrillen lassen sich auch über den Sommer hinaus benutzen, zum Beispiel die "Nightspectacles" von A.M.O.D. Spectacles. Das Besondere und Sinnvolle an diesem Accessoire ist, dass die Brillengläser zwar getönt sind, aber nicht die Sicht verdunkeln. Sehen und gesehen werden ist hier also wörtlich gemeint, denn obwohl die Augen geheimnisvoll verborgen bleiben, fällt man definitiv auf. Das ist auch eine Erklärung für die Beliebtheit von ungetönten Sonnenbrillen und Brillen mit Fensterglas, denn in Zeiten der Kontaktlinsen ist es längst eine modische Entscheidung geworden, eine Brille zu tragen. Und man kann sie auch im Herbst noch tragen, wenn die Sonne zwar nicht mehr so intensiv ist, aber tief steht und blendet.


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