Oldtimer als besonderes Hobby – Tipps für Fahrzeugliebhaber

Oldtimer als besonderes Hobby – Tipps für Fahrzeugliebhaber

Die Vorliebe für Oldtimer ist heute längst nicht mehr nur nostalgischen Träumern vorbehalten, sondern erfreut sich in der Bevölkerung wachsender Beliebtheit. So hat das Kraftfahrt-Bundesamt auf kba.de bereits 2013 eine Pressemitteilung mit dem Inhalt herausgegeben, dass nahezu jeder 100. Wagen auf deutschen Straßen ein Oldtimer ist. Doch was sind eigentlich Oldtimer und was sollten Hobbybastler in Bezug auf Ihre historischen Karossen bedenken? Hier ein kleiner Ratgeber mit interessanten Tipps.

Wann ist ein Auto eigentlich ein Oldtimer?

Grundsätzlich lässt sich rein gefühlsmäßig ein Oldtimer als ein Fahrzeug bezeichnen, welches bereits sehr alt ist. Da eine solche Definition jedoch mit Recht als unscharf gilt, kann auch eine Klassifizierung nach deutschem Recht helfen. Demnach erhält ein Auto beispielsweise das begehrte H-Kennzeichen (H= historisch) nur, wenn seit dem Datum der Erstzulassung mindestens 30 Jahre vergangen sind. Mit diesen Kennzeichen sind steuerliche Vorteile verbunden:

 

Fahrzeugart

Pauschalsteuer

Motorrad

46,02 Euro pro Jahr

Auto

191,73 Euro pro Jahr

Tabelle 1: Pauschale Kfz-Steuer für Oldtimermit H-Kennzeichen, Quelle: TÜV Nord

Somit lässt sich ein solches Fahrzeug in Bezug auf die Kfz-Steuer also sehr günstig betreiben, obwohl es in punkto Verbrauch sicherlich deutlich teurer einzustufen wäre.

Was ist für den Betrieb eines Oldtimers erforderlich?

Wie jedes Auto auch muss ein Oldtimer natürlich im Straßenverkehr funktionieren. Auf tuev-nord.de werden dazu wichtige Voraussetzungen nach §23 StVZO beschrieben:

  1. Bei zugelassenen Fahrzeugen mit gültiger Zulassungsbescheinigung ist eine Prüfung im Umfang der Hauptuntersuchung erforderlich.

 

  1. Bei Fahrzeugen ohne Zulassungsbescheinigung ist eine Vollabnahme nach §21 StVZO notwendig.

 

Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Prüfer das Fahrzeug als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ einstuft. Dazu sollte es in gutem Zustand sein und ferner möglichst als Original (im Rahmen der damaligen Möglichkeiten) durchgehen.


Wie lässt sich ein Oldtimer versichern?

Oldtimer werden im Normalfall nicht als Fahrzeuge für den Alltag genutzt. Dies bedeutet wiederum, dass die jährliche Fahrleistung nur sehr gering ausfällt und sich damit oftmals sehr günstige spezielle Tarife für Oldtimer nutzen lassen. Dabei ist es jedoch wichtig, den Wert des Fahrzeugs zu ermitteln, da die Versicherungsgesellschaften diesen abfragen. In diesem Fall bestehen verschiedene Möglichkeiten:

  • Ein Kurzgutachten bei einem Kfz-Sachverständigen bringt keine sonderlich hohen Kosten mit sich und sorgt für eine objektive Fahrzeugwertermittlung.

 

 

Letztlich sollte bei einer Oldtimerversicherung darauf geachtet werden, dass die erlaubte Fahrleistung den eigenen Bedürfnissen entspricht. Darüber hinaus ist auch ein Schutz vor einer Rückstufung beim Schadensfreiheitsrabatt im Schadensfall sehr hilfreich.

Fazit

Ein Oldtimer stellt ein lebendes Denkmal für die Kraftfahrzeuggeschichte dar und gilt damit auch aus Sicht des Gesetzgebers als schützenswert. Wer sich für dieses ausgefallene Hobby interessiert, sollte einige Punkte bedenken, um die Kosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen und letztlich auch eine Zulassung zu erhalten. Ist dies erledigt, bietet ein solches Fahrzeug sicherlich viel Freude.