Neuer Chauffeurservice: Jeder kann fahren wie ein Star

Die Gala „Cinema for Peace“ im Konzerthaus am Gendarmenmarkt ist in jedem Jahr der glamouröse Höhepunkt am Rande der Berlinale. Nirgendwo sonst ist die Star-pro-Quadratmeter-roter-Teppich-Dichte so hoch wie bei dieser Veranstaltung, in deren Rahmen Prominente ihr Engagement gegen Gewalt und Krieg beweisen. Zu den Höhepunkten in diesem Jahr gehörten der Auftritt von Pussy Riot, die Ehrung für Regisseur und Oscar-Favorit Steve McQueen und seinen Anti-Sklaverei-Film „12 Years a Slave“, Catherine Deneuve, die an den großen, im vergangenen Jahr verstorbenen Freiheitskämpfer Nelson Mandela erinnerte, und Christopher „Dracula“ Lee, der den Bittbrief eines syrischen Teenagers vorlas.

Bewegende Momente für die Besucher, die sich am Schluss einig waren, dass „Cinema for Peace“ auch 2014 ein riesiger Erfolg war. Und zu dem trug auch ein Berliner Start-up bei: Blacklane, das Chauffeurservice-Portal, stellte der illustren Gästeschar für den guten Zweck 40 Limousinen samt Fahrer zur Verfügung. Wie Dr. Jens Wohltorf, der Blacklane-Gründer, hinterher sagte, sei es seinem Unternehmen eine Freude gewesen, dabei zu helfen, auf Missstände aufmerksam zu machen.

Maximaler Komfort zu minimalen Preisen?

Aufmerksam wurden dann auch viele Gäste und Neugierige auf den Service von Blacklane. Eine noblere Alternative zum Taxi? Aber zu fast denselben Kosten? Davon hatten viele noch nie gehört. Aber genau das ist die Idee von Blacklane. Die Kunden können per Smartphone-App einen Wagen samt uniformierten Fahrer rufen und sich zu einem vorher bekannten Preis zu einem Ziel ihrer Wahl kutschieren lassen. Das garantiert saubere Wagen, angenehme Fahrer – und ein Fläschchen Wasser. Auch mit den mitunter merkwürdigen musikalischen Vorlieben der Taxifahrer muss man sich nicht länger abfinden.

Komfort, wie er früher nur den oberen Zehntausend zur Verfügung stand – und das für jedermann? Das Konzept überzeugte Finanziers wie Carsten Maschmeyer (siehe auch hier), der seit über einem Jahr an dem 2011 gegründeten Unternehmen beteiligt ist. Auch Sixt war von der Idee angetan, beschloss aber, statt zu investieren, lieber gleich einen direkten Konkurrenten zu gründen. myDriver unterscheidet sich von Blacklane vor allem darin, dass nicht nur Daimler- und BMW-Limousinen, sondern auch gewöhnlichere Wagen wie Opel Zafiras für kleineres Geld zur Verfügung gestellt werden.

Born in the USA

Das Original kommt wie so oft aus den USA: Uber wurde in San Francisco gegründet, operiert aber weltweit. Noch ist der deutsche Markt für Uber zweitrangig und der Service nur in Berlin und München verfügbar, aber: Zu den Uber-Investoren gehören unter anderem Goldman Sachs und Google. Und das sind Unternehmen, die nicht gerade dafür bekannt sind, dass sie lukrative Märkte anderen überlassen.