Mit vier Tipps zur perfekten Internetadresse

Ob Blog, Webshop oder Unternehmens-Website – jedes Online-Projekt beginnt mit der Wahl der Internetadresse. Doch angesichts der Konkurrenz im Netz ist es manchmal gar nicht so leicht, dem Kind einen Namen zu geben. Welche Grundregeln Webseitenbetreiber beachten sollten, bevor sie eine Domain registrieren, lässt sich in vier Punkten zusammenfassen.
 

  1. "Shorter is better": Dieses Motto zur Domainwahl ist nach wie vor aktuell. Doch die Spielregeln haben sich geändert. Wer früher eine kurze, prägnante Internetadresse kreieren wollte, musste schnell einsehen, dass die besten Domains bereits vergeben waren. Heute hingegen eröffnen sich mit neuen Domainendungen nie dagewesene Möglichkeiten. Die perfekte Domain ist kurz, einprägsam und unverwechselbar. So bleibt sie im Gedächtnis hängen und kann verlustfrei per Mund-zu-Mund-Propaganda weitergegeben werden. Zu komplizierte Internetadressen hingegen bergen das Risiko von Tippfehlern oder werden gleich gar nicht beachtet. In beiden Fällen führt der Weg Nutzer nicht wie gewünscht auf die eigene Homepage.
  2. Lesbarkeit geht vor: Bindestriche, Abkürzungen, Zahlenkombinationen oder Umlaute – bei der Wahl der Internetadresse ist heute mehr erlaubt denn je. Dennoch gilt: "Keep it simple." Lange Buchstabenketten, Zahlencodes oder kryptische Kürzel verwirren Internetnutzer, wirken unseriös und sollten daher vermieden werden. Grundsätzlich gilt: Besteht der Domainname aus mehr als zwei Wörtern, sorgt ein Bindestrich für mehr Lesbarkeit. Richtet sich das Internetangebot an ein internationales Publikum, sind Umlaute ungeeignet. Auf anderssprachigen Tastaturen sind diese schlichtweg nicht zu finden. Die gewünschten Besucher bleiben also aus.
  3. Markennamen sind tabu: Die Verfügbarkeit einer Domain kann über Internetprovider wie 1&1 kostenlos überprüft werden. Doch nicht jede Domain, die noch frei ist, kann und sollte registriert werden. Dies trifft speziell auf Internetadressen zu, die geschützte Namen oder Begriffe enthalten. Namensbestandteile, die auf Brands, Prominente, Zeitschriften oder Softwareanwendungen verweisen, sollte daher vermieden werden. Andernfalls kann es zu kostspieligen Abmahnungen seitens der Rechteinhaber kommen. Gleiches gilt für sogenannte Tippfehler-Domains. Hierbei handelt es sich um gezielte Falschschreibungen prominenter Marken, die unachtsame Internetnutzer auf andere Webseiten locken sollen.
  4. Mehrwert durch Top-Level-Domain: Mit den neuen Domain-Endungen vergrößert sich nicht nur der Pool an potenziellen Internetadressen. Richtig eingesetzt bieten die Kürzel einen wahren Mehrwert. So lassen sich beispielsweise regionale Angebote durch Städte-Domains wie .berlin oder .hamburg direkt in der Adressleiste ausweisen. Doch die "sprechenden" Top-Level-Domains können noch mehr: Durch branchenspezifische Endungen erfahren Internetnutzer schon vor dem Anklicken einer Webadresse, wohin die Reise geht.


Auch wenn sich der Domain-Markt angesichts der Vielzahl neuer Domain-Endungen entspannt hat, gilt nach wie vor: "First-come, first-served." Wer den passenden Namen für die eigene Homepage gefunden hat, sollte nicht lange zögern. Denn auch die Konkurrenz sucht nach griffigen Domains für ihre Online-Projekte.


Bildrechte: Flickr P1010601 Thomas Cloer CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten