Gamescom 2016 – Mobile- und Online-Games starten durch

Vom 18. bis 24. August findet in Köln erneut die Gamescom statt. Neben der Electronic Entertainment Expo (E3) gehört die Kölner Messe zu den größten Gaming-Events in der Branche. Dort stellen Größen wie Sony, Microsoft, Nintendo, EA, Ubisoft und Activision ihre Neuheiten vor und präsentieren sie den gespannten Blicken der internationalen Gaming-Presse. Doch neben den publikumswirksamen Auftritten der Großen haben auf der Gamescom auch viele kleinere Entwickler die Möglichkeit, ihre aktuellen Highlights vorzustellen. In mehreren Hallen wird dann eine Vielzahl an Games und Hardware präsentiert, aktuelle Indie-Projekte können beispielsweise angespielt und diverse Gaming-Gadgets ausprobiert werden.

Wachsende Bedeutung

Besonders Mobile- und Online-Games, die auf Smartphones und Tablets gespielt werden, entwickeln sich zunehmend zur treibenden Kraft der Branche. Konsumiert werden diese digitalen Spiele von fast jeder Altersgruppe in Deutschland. Zwei von fünf Menschen ab 14 Jahren spielen hierzulande auf den unterschiedlichen Plattformen: 78 Prozent auf ihrem Smartphone, 67 Prozent auf dem Laptop, 39 Prozent auf dem Tablet und 33 Prozent auf stationären Spielekonsolen. Damit verlieren Konsolen wie Xbox, Wii oder Playstation, die früher den größten Teil des Gaming-Marktes bestimmt haben, zunehmend an Bedeutung und werden durch die mobile Konkurrenz ersetzt. Anbieter wie Browsergames.de werden immer wichtiger. Schließlich erhält man die beliebten Casual- und Online-Games über diese Portale meist kostenlos.

Beliebte Genres

Laut einer Studie von Bitkom sind es vor allem die Casual-Games oder Strategie- und Denkspiele, für die sich die heutigen Gamer interessieren. Knapp die Hälfte der Spieler konsumiert diese Genres, was auch daran liegen mag, dass diese Spiele besonders gut für kurzweilige Unterhaltung geeignet sind. Dazu muss man nur das Smartphone oder den Laptop rausholen und kann eine Runde "Candy Crush" spielen oder die Ernte in "Farmerama" einholen – diesen unkomplizierten Komfort bieten beispielsweise die stationären Konsolen nicht. Beliebt ist ebenfalls das sogenannte synchronisierte Gaming. Dabei handelt es sich um Spiele die gleichzeitig auf mehreren Plattformen betrieben werden können. Ein Nutzer kann beispielsweise morgens auf dem Laptop beginnen und anschließend auf dem Smartphone in Bus und Bahn weiter daddeln.

Noch günstig zu haben

Aufgrund der wachsenden Bedeutung dieser Spiele werden sie auch auf Messen wie der Gamescom immer präsenter. Bereits im vergangenen Jahr machte sich die steigende Beliebtheit dieser Spiele durch ein erhöhtes Engagement der Anbieter bemerkbar. Dieser Trend wird sich allem Anschein nach auch in diesem Jahr auf der Gamescom weiter fortsetzen. Interessierte sollten allerdings schnell sein, momentan sind die Tickets noch günstig, doch das kann sich schnell ändern. Seit Anfang April läuft der Vorverkauf, wodurch normale Tickets für 13,50 Euro erhältlich sind – dieses Angebot gilt allerdings nur solange der Vorrat reicht. Wer zu lange wartet, muss mit teureren Tickets rechnen, denn ab August werden die Preise auf 16 Euro ansteigen.


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