FIFA 19 – Virtual-Bundesliga-Saison startet im Dezember

Am 1. Dezember 2018 geht es los. Die Virtual Bundesliga (VBL), die diesmal zum siebten Mal und zum ersten Mal gemeinsam von EA Sports und DFL veranstaltet wird, startet am 1. Dezember 2018 in die neue Saison. Die eSport-Abteilung des 1. FC Nürnberg ist zum zweiten mal dabei. Der 1.FCN wird vertreten durch die Profis Daniel "Bubu" Butenko, VBL Sieger 2016, und Kai "Hensoo" Hense , die ziemlich genau vor einem Jahr im Oktober 2017, als Nürnberg den Einstieg in die VBL verkündete, verpflichtet wurden.

 

Das erste Jahr in der VBL lief für Nürnberg eher durchwachsen

Ein erster Erfolg für die Nürnberg-Profis steht auch schon zu Buche. Kai "Hensoo" Hense ging als Sieger beim vom Fachmagazin „kicker“ veranstalteten PS4-Turnier im Juni 2018 aus der Halle. „Bubu", der sich nachträglich über eine Wildcard für das Finale der Virtuellen Bundesliga im Frühjahr 2018 qualifizierte, musste sich dagegen durch ein Golden Goal noch vor dem Achtelfinale der VBL FIFA 2018 geschlagen geben. Für die kommende Saison haben sich die beiden jedoch viel vorgenommen.

 

VBL erstmals in vier Teile gegliedert

Zur „VBL Open“, den „VBL Playoffs“ und dem „VBL Grand Final“ kommt dieses Jahr zum ersten Mal die exklusive „VBL Club Championship“ dazu. Die „VBL Club Championship“ ist ein zusätzliches Qualifikationsturnier, die den Weg in die „VBL Playoffs“ und für die Besten direkt ins „VBL Grand Final“ öffnen können.

In diesem Turnier entsenden alle im eSport engagierten Bundesliga-Klubs zwei bis vier Player. Für ambitionierte „normale“ Player bleibt nur die Qualifikation über die „VBL Open“ auf der Playstation oder Xbox.

Die wichtigsten Spiele der VBL Bundesliga werden übrigen per Streaming bei waipu.tv oder auch bei Sport 1 übertragen. Ansonsten laufen die meisten Begegnungen auch über Twitch.

 

eSports und Fortnite sind die absoluten Highlights auf den Spielekonsolen

Deutschland ist im Gaming-Fieber. Allerdings handelt es sich auch um einen weltweiten Trend. Die Branche setzt mehr denn je Spielekonsolen, Gaming-PCs und natürlich Games ab. Die Hersteller von Konsolen und Game-Producer machen mittlerweile  Milliardenumsätze.

Absolute Favoriten unter den eSports Games sind FIFA 19, Madden NFL 19, das Wrestling Game WWE 2K19 oder auch Rennspiele wie Forza Horizon 4, F1 2018 oder V-Ralley 4. Hinzu kommen Battle Arenas wie Dota 2 und der Koop-Crafting-Shooter Fortnite sowie Klassiker wie Counter Strike und WoW.

 

 

Browser-Games sorgen für mobile Spiele-Power

Immer wichtiger werden auch Browser-Games. Hier sind vor allem Aufbau-Strategiespiele wie Forge of Empires oder Siedler Online zu nennen.

Ebenfalls stark im Vormarsch sind Echtgeldspiele an Spielautomaten oder an Live-Dealer-Tischen, die den Besuch in echten Spielbanken in Deutschland teilweise ersetzen. Den Playern wird hier James-Bond-Casinoamosphäre am Bildschirm bei Roulette, Baccarat oder Black Jack vermittelt.

Der Kommunikationsaspekt kommt auch nicht zu kurz. In zahlreichen Automaten-Turnieren können sich die Player per Chat austauschen oder ihre Erfolge bei Youtube oder Twitch posten. Die Online-Poker-Branche erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit auf Handys und Konsolen.

 

Gaming Branche in Deutschland pocht auf Unterstützung

Deutsche Game-Entwickler sind im internationalen Vergleich mit einigen Ausnahmen abgeschlagen. Sie fordern regelmäßig mehr staatliche Förderung, vergleichbar mit den Subventionen, die der Filmbranche gewährt werden.

Grund sind die immensen Entwicklungskosten für international erfolgreiche Top-Titel. In anderen Ländern wie Frankreich werden die Producer schon seit langem vom Staat gefördert. Die Branche hierzulande muss dagegen bislang alles aus eigenen Mitteln produzieren oder mit privaten Darlehen finanzieren.

Banken halten sich bei der Kreditvergabe eher bedeckt. Der eSport ist zwar mittlerweile als eigene Sportart weitgehend anerkannt, allerdings gibt es trotz Willensbekundungen bislang keine Förderprogramme, geschweige denn irgendwelche Strukturen oder Institutionen an die sich Entwickler konkret wenden könnten. Die Entwickler verweisen allerdings zu recht auf Arbeitsplätze, die sie mit ihren Projekten schaffen. Außerdem ziehen sie weitere Unternehmen an.