Dieses Jahr noch Konzertveranstaltungen?

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Das Coronavirus hat unser Leben fest im Griff. Daran scheint sich auch so schnell nichts zu ändern, auch wenn es derzeit die ersten Lockerungen beim Shutdown gibt. Hotels, Pensionen, Restaurant, Bars, Diskotheken und Biergärten bleiben weiterhin geschlossen. Großveranstaltungen mit Publikum sind nicht erlaubt. Selbst die Bundesliga muss sich auf Geisterspiele einstellen. Die Konzertbranche ist besonders betroffen. Ob es vielleicht im Herbst oder zum Jahresende wieder öffentliche Konzerte mit Publikum geben wird, bleibt fraglich. Die Entscheidung darüber hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.  

Menschenansammlungen haben sich als Hotspot erwiesen 

Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa wurde nachweislich ganz entscheidend durch größere Menschenansammlungen beschleunigt. Bekannte Beispiele hierfür sind die Après-Ski-Abende in Ischgl, die Karnevalssitzung in Heinsberg oder die Fußballspiele mit vollem Stadium in Norditalien. Größere Menschenansammlungen sind Superspreader-Hotspots. Selbst wenn das Coronavirus nun soweit eingedämmt wird, dass das öffentliche Leben zumindest teilweise wieder aufgenommen werden kann, kann bereits ein Infizierter in einer eng zusammenstehenden oder feiernden Gruppe eine neue Welle an Infektionen auslösen und alle bisherigen Erfolge zunichte machen. Daher müssen sich Konzertfans und auch die Event- und Konzertbranche auf eine längere Zeit ohne Konzerte einstellen und sich weiterhin auf YouTube oder Spotify konzentrieren. Der eine oder andere legt auch ein Platte auf und spielt dabei im Online Casino an seinem Lieblingsautomaten oder komponiert selbst einen kleinen Hit. Für Musikfans bleibt derzeit kaum etwas anderes übrig. 

 

Es gibt im Grunde genommen nur zwei Möglichkeiten 

Wer die Situation nüchtern und realistisch einschätzt wird zu dem Ergebnis kommen, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt wieder zu einem ganz normalen Leben inklusive Veranstaltungen mit Publikum zurückzukehren. Die eine Möglichkeit ist, es wird ein Impfstoff gefunden, der tatsächlich zum Massenimpfstoff taugt, sodass die Bevölkerung insgesamt immun gegen das Covid19-Virus wird. Die zweite Möglichkeit und das ist sicher die schlechteste, es muss gewartet werden, bis eine sogenannte Herdenimmunität erreicht ist, sodass sich das Virus grundsätzlich nicht mehr so schnell ausbreiten kann und langsam „austrocknet“. Nicht nur, dass die zweite Möglichkeit die schlechteste von beiden ist, sie muss auch so lange wie möglich hinausgezögert werden. Eine weitere explosionsartige Vermehrung der Infektionen würde die Kapazitäten der Krankenhäuser sprengen.  

Die Entwicklung eines Impfstoffes lässt jedoch noch eine Weile auf sich warten. Es haben zwar bereits die ersten klinischen Tests begonnen, jedoch muss die tatsächliche Wirkung erst noch nachgewiesen werden. Wenn dies gelingt, vergehen bis zur amtlichen Zulassung weitere Monate. Hinzu kommt, dass der Impfstoff dann auch noch auf Vorrat produziert und distribuiert werden muss. Laut den Experten ist damit in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Das bedeutet im Klartext, dass es auch mit aller höchster Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr keine Konzertveranstaltungen mit Publikum geben wird. Wann im nächsten Jahr mit den ersten Konzerten zu rechnen ist, kann bislang keiner seriös vorhersagen. 

 

Welche Alternative gibt es? 

Die einzige Alternative für Konzerte sind im Fernsehen oder über das Internet ausgestrahlte Aufführungen. Vor allem Live-Streams von Bands über YouTube erfreuen sich bereits in vielen Ländern derzeit allergrößter Beliebtheit. In der Reihe „Play on Fest“ sind/waren zum Beispiel vom 24. Bis 26. April jeweils um 18.00 Uhr Ed Sheeran, Cardi B, Coldplay, Portugal. The Man oder Green Day zu sehen, wobei es sich jedoch um Aufzeichnungen vom Coachella und Lollapalooza handelte.