Das junge, deutsche Team im Confederations Cup ist eine Strategie von Löw & was der Mannschaft bevorsteht

Joachim Löw musste sich im Vorfeld des Confederations Cup in Kazan, Russland einiges anhören. Der Grund: Die Mannschaft, mit der er antritt, besitzt vergleichsweise wenig Erfahrung. Der 57-Jährige erklärte aber im Interview mit Stern seine Strategie. Die WM 2018 stehe für ihn über allem und er konzentriere sich ganz auf den Sieg dort. Natürlich wolle er beim Confed-Cup gewinnen, erklärte der Trainer dem Magazin Stern, aber er wäre auch damit zufrieden, wenn drei oder vier Spieler auf nächstes Jahr vorbereitet werden würden, so dass es der Mannschaft weiterhilft. Löw wolle seine top Spieler nicht überanstrengen, erklärte er im SID-Interview. Man dürfe "das Rad nicht überdrehen", sagte er und bezeichnete die Terminplangestaltung als unglücklich. Über die Jahre habe er gelernt, dass Veränderungen nötig sind, egal, ob eine Mannschaft erfolgreich sei oder nicht. Diese Veränderung sollte meist eher langsam, phasenweise stattfinden, erklärte der Spitzentrainer.

Foto Joachim Löw
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Was Deutschland bevorsteht

Zwei Spielen hat sich die deutsche Mannschaft schon gestellt. Gegen die Socceroos konnte sich die deutsche Mannschaft am 19. Juni mit 3-2 durchsetzen und das Spiel gegen die chilenische Mannschaft ging am 22. Juni 1-1 aus. Das Team liegt derzeit mit 4 Punkten im Gleichstand mit Chile. Am 25. sind sie gegen Kamerun angetreten. Ein Gleichstand in diesem Spiel war für einen Eintritt ins Halbfinale ausreichend und das deutsche Team steht derzeit nicht schlecht dar. Allerdings wird für die Elf beim Endergebnis der Meisterschaft von den Wettanbietern kein Sieg erwartet. Der Wettanbieter Betway gibt dem deutschen Team am 29. Juni die Quote 7/4 und damit den zweiten Platz vor Mexiko (11/2) und nach Chile (5/6). Gegen die Nationalelf von Chile, die Südamerikameister sind, konnte sich das junge Team, das sich von Spiel zu Spiel vorgearbeitet hat, gut durchsetzen und wenn es wirklich der zweite Platz wird, dann ist das vielleicht ein besseres Ergebnis, als es Löw geplant hatte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft weiterhin durchschlagen wird.


Portugal und Chile - die härtesten Gegner für die deutschen Elf

Portugal erzielte am 18. Juni ebenfalls einen Gleichstand im Spiel gegen Mexiko, das 2-2 ausging. Am 21. Juni gewannen sie gegen Russland mit 1-0. Das Tor schoss Ronaldo nach acht Minuten. Zuerst sah es so aus als würde dies ein eindeutiger Sieg für das portugiesische Team werden, aber Spieler wie Igor Akinfeev sorgten dafür, dass es ein wettbewerbsfähiges Spiel blieb. Portugal stellte sich am 24. Juni dem Team aus Neuseeland, das Mexiko bei 2-1 unterlag und sich damit die Chance auf den Sieg verbaute. Das Spiel ging mit 4 - 0 erfolgreich für die Portugiesen aus. Aber für Portugal gab es noch keinen Grund zu feiern. Sie mussten sich auf das Spiel gegen Chile am 28. vorbereiten, das im Gleichstand 0-0 endete. Das Spiel von der deutschen Mannschaft gegen Chile wurde vor allem von Emre Can beeinflusst, der positiv auffiel. Der 23-jährige Liverpool-Spieler wurde nach dem Sieg gegen Australien von Löw von der Bank genommen und zeigte im Spiel gegen Chile, das mit einem wackligen Start losging, Stärke. Der Mittelfeldspieler lief geschickt mit dem Ball vorwärts und gab ihn dann im genau den richtigen Moment an Jonas Hector ab, der ihn zu Lars Stindl spielte, der ein Tor schoss. Der Moment war wohl der Höhepunkt des Spiels, was sich Can verdient hatte. Für Chile schaffte Alexis Sanchez ein frühes Tor, bevor es Lars Stindl zum Gleichstand brachte. Es schien so als hätten die Chilenen in der zweiten Hälfte des Spiels, das in der Kazan Arena vor 38.222 Zuschauern stattfand, etwas an Kraft verloren und schafften es nicht mehr, den Spielstand auf ihre Seite zu bringen. Dennoch bleiben sie ein gefährlicher Gegner für die Deutschen.

Foto Portugal Ronaldo
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Wer beim Confed-Cup mit dabei ist

Das brasilianische Team ist in diesem Jahr nicht dabei, was die anderen Mannschaften sicher freuen dürfte, da die Brasilianer den Confederations Cup die letzten drei Mal gewonnen haben (2005 - als er in Deutschland ausgetragen wurde -, 2009 und 2013). Deutschland kam im Jahr 2005 auf den dritten Platz, war aber beim letzten Mal nicht dabei. Es nehmen immer 8 Mannschaften teil, die wie folgt ausgewählt werden: Einen Startplatz erhalten der amtierende Welt-, Europa-, Afrika-, Asien- und Ozeanienmeister sowie die Sieger der Copa America (Südamerika) und des Concacaf-Cups (Mittel- und Nordamerika). Gruppe A besteht aus Russland, Portugal, Mexiko und Neuseeland und Gruppe B enthält Deutschland, Chile, Kamerun und Australien. Mit Portugal in der Favoritenrolle, Chile auf dem möglichen zweiten Platz und Deutschland auf dem geschätzten dritten, könnte es ein harter Kampf um die besten Plätze werden. Nach Deutschland gilt Mexiko als möglicher vierter Platz, gefolgt von Russland, Kamerun und Australien.

Der Confed-Cup geht noch bis zum 2. Juli 2017. Der offizielle DFB-Fanshop bietet Heimtrikots zum Confed Cup für alle diejenigen an, die richtig mitfiebern wollen und in Sachen Mode mit dabei sein wollen. Also, gilt es, sich ein kühles Getränk zu gönnen und die Füße hochzulegen!