Der weltweite Aufstieg von Badminton und die Vorteile des Sports

Marc Zwiebler kennt in Deutschland kaum jemand. Dabei gilt der 30-Jährige laut Spiegel-Magazin als erfolgreichster, deutscher Badmintonspieler. So wie er hat der Sport in Deutschland einen lediglich begrenzten Bekanntheitsgrad.

Dabei hat sich Badminton zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Zudem können Interessierte leicht und ohne große finanzielle Opfer einsteigen – und verbessern dadurch ihre Fitness auf verschiedene Art und Weise. Dies gilt in und um Schweinfurt ebenso wie für den Rest der Republik.


Die internationale Popularität

In den vergangenen Jahrhunderten war eine Frühform des Badmintons unter europäischen Adeligen populär. Die englische Bezeichnung des Rückschlagspiels lautete zunächst Battledore and Shuttlecock, wobei der Shuttlecock heute noch den verwendeten Federball bezeichnet. Der englische Verband für Badminton, wo die Sportart als erstes in Europa größere Beliebtheit erlangte, war 1893. Der deutsche Badminton-Verband (DBV) wurde hingegen erst 1953 gegründet.

In Europa sind vor allem die Dänen von Badminton begeistert. Dennoch ist die Euphorie für das Spiel in asiatischen Ländern wie Indonesien, China, Südkorea oder Malaysia ungleich höher als hierzulande. Es ist aber festzuhalten, dass auch in Deutschland, speziell durch den Bau vieler Sporthallen in den 1970er und 1980er Jahren, eine gewisse Popularität erreicht wurde.

Durch die Anerkennung und Umsetzung als olympische Disziplin Ende des 20. Jahrhunderts erhielt die Entwicklung des Badmintons einen zusätzlichen Schub. In Deutschland ist das Rückschlagspiel mittlerweile auch als Schulsport anerkannt, sodass auch Kinder und Jugendliche es kennenlernen.


Leichter Zugang

In Deutschland ist das Wetter meist höchstens die Hälfte des Jahres für Sport an der freien Luft geeignet. Schon daher bietet sich eine Indoor-Sportart wie Badminton an, welche man zudem ohne viele Voraussetzungen ausprobieren kann. Zunächst benötigt man kein teures Equipment. Eine Grundausrüstung von einem Einsteigerschläger und einigen Federbällen ist bereits für unter 20 Euro zu haben. Man kann das Basis-Equipment in großer Auswahl bei Onlineshops wie Captain Racket bestellen. Dieser Webshop ist übrigens Teil der GE Sport-Trade GmbH und sitzt in Schweinfurt am Schelmsrasen 32.

Dies beweist, dass die Angebote da sind, um diese für viele ungewohnte Sportart einmal auszuprobieren oder sie sogar als Mitglied des DBV, welcher mittlerweile rund 200.000 Mitglieder hat, auf Wettkampfebene auszuüben. Sportschuhe mit gutem Grip und eng anliegende Kleidung benötigen Interessierte zwar ebenfalls. Doch diese besitzen Sportbegeisterte in Deutschland möglicherweise bereits sowieso. Viele Sportvereine, auf lokaler Ebene beispielsweise die DJK Schweinfurt oder der Sports- & Wellnessclub InJoy, bieten auch die Räumlichkeiten dafür an. In der Regel muss sich hier keiner beim Verein anmelden, sondern man kann für eine gewisse Zeitspanne das Feld mieten.

Bildrechte: © snaptitude - Fotolia.com

Interessantes über den Sport

Die Fitness wird beim Badminton rundum gefördert. Die zwei oder vier Spieler müssen sprinten, eine gute Schlagtechnik entwickeln und ihre Gegner möglichst foppen, um die 21 Punkte für den Gewinn eines Satzes zu sammeln. Dabei zählt jeder Fehler des Kontrahenten. Auf dem tennisähnlichen (aber kleineren) Feld ist ein Netz gespannt und die Abgrenzungen sind markiert, in denen der Shuttlecock, der heutzutage aus Plastik produziert wird, nicht zu Boden fallen darf. Beim Einzel misst das Feld 5,18 auf 13,40 Meter, beim Doppel beträgt die Breite mit 6,10 Meter etwas mehr.

Nicht verwechseln sollte man den Sport mit Federball, bei dem zwei Spieler versuchen, gemeinsam den Ball in der Luft zu halten. Die Spieler in Schweinfurt oder anderswo entwickeln durch das Hin- und Hersprinten und die Schlagtechnik eine gute Kondition und bauen Muskeln in vielen beanspruchten Körperteilen auf, von der Wade bis zum Oberkörper. Neben physischen Qualitäten werden Konzentration und Koordination geschult. Der schnelle Wettkampfsport bietet also eine Herausforderung und Chancen zur Weiterentwicklung in vielen Bereichen, sodass die Faszination anderer Nationen für Badminton etwas verständlicher wird.