Der Versicherungscheck zum Semesteranfang

Seit Anfang Oktober läuft an der Universität Bamberg das Wintersemester 2015/2016. Für viele von Euch beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt mit unbekannten Herausforderungen. Nun heißt es, auf eigenen Beinen zu stehen und das Leben ohne Eltern zu meistern. Das gilt sowohl für die Organisation des Studiums als auch für versicherungstechnische Fragen. Wie Ihr Euch für die Studienzeit gut absichert, verraten wir im Folgenden.

Diese Versicherungen sind Pflicht

Es gibt Versicherungen, auf die sollte kein Mensch verzichten. Doch für Studenten ist es nicht immer notwendig, eine eigene Police abzuschließen. Oft genießen sie auch während des Studiums den Schutz der elterlichen Verträge. Ab wann Ihr selber tätig werden müsst, hängt je nach Versicherung von verschiedenen Voraussetzungen ab. Die Krankenversicherung: In Deutschland gilt eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht. So ist grundsätzlich geregelt, wer in einem Krankheitsfall für die Behandlung aufkommt. Studenten müssen sich jedoch nicht zwangsläufig selbst versichern. Bis zum vollendeten 25. Lebensjahr ist eine Mitversicherung über die Eltern möglich. Bedingung dafür ist ein maximales Eigeneinkommen von 405 Euro bzw. 450 Euro bei geringfügiger Beschäftigung. Nach dem 25. Lebensjahr ist die eigene Krankenversicherung jedoch unumgänglich. Mit einem monatlichen Beitrag von rund 80 Euro sind die Kosten für die gesetzliche Studentenversicherung aber überschaubar. Die Haftpflichtversicherung: Der zweite große Baustein im grundlegenden Versicherungsschutz ist die private Haftpflichtversicherung. Diese schützt Versicherungsnehmer vor finanziellen Forderungen, wenn Dritte zu Schaden kommen. Auch wenn eine Privathaftpflicht nicht obligatorisch ist, sollte niemand das Risiko eingehen, für eventuelle Personen- oder Sachschäden selber geradestehen zu müssen. In der Regel genießen Studenten einen entsprechenden Versicherungsschutz durch eine Familienversicherung. Diese gilt anders als die Krankenversicherung auch über das 25. Lebensjahr hinaus bis zum Abschluss des Erststudiums. Eine Grundvoraussetzung ist laut CosmosDirekt jedoch, dass die mitversicherten Studenten unverheiratet sind. Das heißt, sobald Ihr eine eigene Familie gründet oder ein Zweit- oder Promotionsstudium beginnt, erlischt der Schutz der Familienversicherung.

Fakultative Versicherungen

Während die Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist und ein Schutz gegen Haftungsansprüche dringend empfohlen wird, sind zusätzliche Versicherungsprodukte wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine private Unfallversicherung oder der Krankenversicherungsschutz im Ausland nicht für jeden Studenten zwingend erforderlich. Ob eine solche Police für Euch infrage kommt, solltet Ihr anhand Eurer persönlichen Lebensumstände und der Verfügbarkeit finanzieller Mittel entscheiden.