Datensicherheit: Wie schütze ich meine Fotos und Infos im Netz?

Ob Fotos, die nur für die engsten Freunde bestimmt sind, private Informationen, die niemanden etwas angehen, oder Material für die nächste Folge auf dem eigenen YouTube-Kanal: Wir alle haben sensible Daten, die wir geschützt wissen wollen. Bei der Datensicherheit im Internet gilt allerdings leider: Hundertprozentiger Schutz existiert nicht; es gibt nur leichter oder schwerer überwindbare Hürden für potenzielle Angreifer. Um es denen so schwer wie möglich zu machen, kann man selbst einige Maßnahmen ergreifen, die wir hier vorstellen.

Sicheres WLAN

Eine unverschlüsselte WLAN-Verbindung birgt die Gefahr, dass jemand in das Netzwerk eindringt und versendete Dateien abfängt und ausliest. Um das zu verhindern, gibt es einige Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmethoden, die im Digital Guide von 1&1 ausführlicher erklärt werden. Heutzutage ist es üblich, WLAN-Netze mit einem Passwort zu versehen: Nur wer es kennt, kann direkt auf das Netzwerk zugreifen. Darüber hinaus muss man den Router richtig konfigurieren. Laut 1&1 schützt der aktuelle Verschlüsselungsstandard WPA2 das Netzwerk am effizientesten gegen Eindringlinge. Wenn vorhanden, sollte man automatische Updates für die Firmware des Routers zulassen, sodass diese immer auf dem aktuellen Sicherheitsstand ist. Eine Firewall sorgt darüber hinaus für Schutz gegen Angriffe aus dem Internet.

Sichere Passwörter

Damit das so verschlüsselte WLAN-Netz nicht einfach durch ein geknacktes Passwort entsperrt werden kann, sollte dieses schwer zu erraten sein. Einige Passwörter sind zwar leicht zu merken, wie etwa der Name des Haustiers oder eine Kombination aus Namen und Geburtsdatum. Doch Passwörter dieser Art sind generell sehr beliebt, somit auch für Außenstehende relativ leicht herauszufinden und deshalb ungeeignet. Besser ist eine zufällige Kombination aus Buchstaben, Zahlen und gegebenenfalls Satzzeichen. Passwortgeneratoren erstellen solche Zeichenfolgen kostenlos. Um sich das Passwort leichter merken zu können, kann man sich einen Satz ausdenken, bei dem die Anfangsbuchstaben jedes Worts das Passwort ergeben. Um das Netzwerk auch gegen automatisierte Entschlüsselungsversuche zu schützen, sollte die Länge des Passworts mindestens acht Zeichen umfassen, denn es gilt: je länger der Code, desto länger dauert es, ihn zu knacken. Will man keine zufällig generierte Zeichenfolge nutzen, kann man für ein langes und vergleichsweise sicheres Passwort auch mehrere unzusammenhängende Wörter aneinanderreihen. Generell gilt weiterhin: Man sollte für jeden Account ein anderes Passwort verwenden. Um dem Umgang mit den verschiedenen Passwörtern zu erleichtern, kann man sich einen verschlüsselten "Tresor" erstellen. Dafür sind Anwendungen wie "1Password" erhältlich. Dann muss man sich nur ein einziges Passwort für den Datenzugriff merken.

Verschlüsselte E-Mails

Bei E-Mails verhält es sich ähnlich wie mit einem unverschlüsselten drahtlosen Netzwerk: Dritte können sie oft ohne größere Probleme mitlesen. Dazu benötigen sie lediglich eine Überwachungssoftware, die den Inhalt der versendeten oder empfangenen Nachrichten abfängt. Während Nachrichten bei Messenger-Programmen wie WhatsApp oder Telegram mittlerweile verschlüsselt versendet werden (können), ist das bei vielen E-Mail-Anbietern noch nicht automatisch der Fall. Sensible Informationen sollte man deshalb immer in einer verschlüsselten Mail senden oder durch ein anderes Medium weitergeben, beispielsweise per Telefon.



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