Ausbildung zum Croupier – Nachtschicht und Sprachen gehören dazu

Die Jetons liegen auf dem Tisch. „Nichts geht mehr“ ruft der Croupier, während er die Kugel elegant beschleunigt. Gemeint ist, dass nun keine Einsätze mehr am Roulette-Tisch erfolgen können. Die Spieler schauen gebannt in den sich drehenden Roulette-Kessel und hoffen. Die Spannung ist zum Greifen nah.

Der Croupier muss dagegen ruhig und freundlich bleiben und vor allem einen kühlen Kopf bewahren, egal wie hoch die gesetzten Summen auf dem Tisch sind. Viele stellen sich die Arbeit als Croupier als Traumberuf mit sehr guten Verdienstmöglichkeiten vor. Doch stimmt das wirklich? Wie wird man eigentlich Croupier?

Ausbildung zum Croupierhttps://pixabay.com/de/photos/spielbank-einsatz-jeton-legen-1003151/


Was sind die Voraussetzungen um als Croupier arbeiten zu können?

Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass es sich bei der Arbeit als Croupier um keinen Ausbildungsberuf im eigentlichen Sinne handelt. Die Betreiber der Casinos bilden ihre Mitarbeiter in der Regel selbst aus, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Kurse dauern in der Regel um die vier bis sechs Monate in denen angehende Casino-Croupiers zum Schluss auf ihre Fingerfertigkeiten, die Spielregeln für die unterschiedlichen Spiele sowie auf ihre Merkfähigkeit geprüft werden. Infos zu Spielen und Spielregeln finden sich bei CasinoPilot24. Es sieht auf den ersten Blick viel schwerer aus als es tatsächlich ist. Etwas Übung gehört aber schon dazu, wenn man in einem richtigen Casino die Karten austeilen, oder den Roulette-Kessel drehen möchte.

Einige zwingende Voraussetzungen müssen die Bewerber vorab mitbringen. Bewerber müssen in der Regel mindestens 21 Jahre alt sein. Außerdem müssen sie gute Umgangsformen und einen angenehmen Kommunikationsstil besitzen. Die Besucher in den Casinos sind Gäste, die einen schönen Abend erleben und sich entsprechend wohl fühlen. Ein Croupier ist für eine gute Atmosphäre am Spieltisch verantwortlich.

Englisch als Fremdsprache und möglicherweise noch eine Sprache wie Französisch sind in den gehobenen Häusern ebenfalls Voraussetzung. Schließlich kommen auch viele internationale Gäste zum Spielen ins Casino. Vor allem im städtischen Bereich nimmt die Jagd nach Gewinnen immer mehr zu. Es kommen Touristen aus aller Herren Länder, aber die Statistiken belegen auch, dass klassische staatliche Spielbanken vermehrt von Einheimischen frequentiert werden.

Eine weitere Bedingung ist ein gutes Zahlenverständnis. Croupiers müssen ihren Spieltisch, egal ob es sich um Roulette oder Black Jack handelt, jederzeit im Überblick behalten und dürfen sich beim Zählen der Einsätze und Auszahlen der Gewinne keine Fehler erlauben.

 

Was gehört zum Aufgabengebiet eines Croupiers?

Croupiers werden in erster Linie an den Spieltischen für Roulette, Black Jack, Poker gegen die Bank oder Baccarat eingesetzt. Es kann jedoch sein, dass ein Croupier einmal im Restaurant oder als Portier einspringen muss, wenn Not am Mann ist.

Spielbanken sind ganz normale Wirtschaftsunternehmen, die privat oder in einigen Bundesländern von staatlichen Trägern geführt werden. Sie müssen sehen, dass ihren Gästen ein möglichst umfassendes Unterhaltungs- und Serviceangebot bieten, damit sie gern wiederkommen.

Oft werden neben dem eigentlichen Spiel auch Show-Events offeriert, die möglichst viele Kunden ansprechen sollen. Bars und gehobene Restaurants gehören in den meisten Fällen ebenfalls zum Serviceangebot.

Croupiers müssen also auch durch Teamfähigkeit überzeugen. Hinzu kommt, dass die meisten Casinos bis morgen um drei oder noch länger geöffnet. Spätschichten und Nachtarbeit sind also eher die Regel, statt die Ausnahme.

Wer also plant, eine Familie zu gründen und auf regelmäßige Arbeitszeiten tagsüber pocht, für den ist das Leben als Croupier kaum das Richtige. Viele Croupiers arbeiten deshalb auch nur ein paar Jahre im Casino.

 

Was verdient ein Croupier?

Wie in anderen Anlern- beziehungsweise Ausbildungsberufen steigt der Verdienst mit der Erfahrung. Wer einen Kurs zum Croupier beendet hat, wird in den ersten Monaten noch etwas unter 3.000 € brutto verdienen. Erfahrene Croupiers kommen im Laufe der Jahre auf gut 4.000 € Gehalt und mehr. Das hängt natürlich auch stark von den Gepflogenheiten des Hauses ab und beinhaltet außerdem Trinkgelder.

Eine Besonderheit ist, dass Croupiers die am Tisch gezahlten Tips nicht selbst behalten dürfen. Diese fließen in den Umsatz des Casinobetreibers. Aus diesem erfolgen dann Ausschüttungen an alle Casinomitarbeiter, entsprechend der Dauer der Zugehörigkeit und dem Umsatz. Wer es schafft, nach einigen Jahren zum Saalchef aufzusteigen, kann gut und gern mit einem Gehalt von 6.000 € bis 8.000 € rechnen, wobei das endgültige Gehalt auch hier abhängig vom Umsatz ist.