Blogging-Trend begeistert die Massen

Jeder kann es, viele machen es. Der Weg zur eigenen Publikation ist heute einfacher denn je. Das Phänomen „Weblog“ hat die Bereitstellung von Informationen im Internet demokratisiert und beginnt die Grenzen zwischen Produzenten und Rezipienten zu verwischen.

Das Prinzip des Blogs ist eine Vision aus den Anfangstagen des World Wide Web. Mitte der 90er Jahre waren es eine Handvoll Autoren, die die Chancen des Internets nutzten und sich mit ihren Webseiten an einem neuen, weltumspannenden Kommunikationsprozess beteiligten. Später als Weblog bezeichnet, fungierten diese Homepages als öffentliche Tagebücher, die regelmäßig aktualisiert wurden und der Leserschaft Informationen beginnend mit dem neuesten Eintrag in chronologischer Reihenfolge anboten. Heute bilden Blogger ein gigantisches, weltweit vernetztes Informationsgeflecht aus Meinungen und Kommentaren zu politischen Ereignissen, Sachverhalten oder Produkten. Als sogenannte „Blogosphäre“ bildet dieses lose zusammenhängende Netzwerk eine Alternative der Informationsbeschaffung jenseits von nationalstaatlicher Kontrolle und kommerziellen Interessen.

Wenn Rezipienten zu Produzenten werden

Charakteristisches Merkmal der Blogging-Bewegung ist die Aufhebung der Grenzen zwischen Produzent und Rezipient, zwischen Profi und Laie. Jeder darf bloggen, und jeder kann bloggen – nicht zuletzt aufgrund der technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre. Nie war es leichter, eigene Gedanken einem Millionenpublikum zu präsentieren. Weblogs schießen wie Pilze aus dem Boden. Zwischen den Jahren 2006 und 2011 stieg die Anzahl der Weblogs weltweit von 35,8 auf 173 Millionen. Dies ergab eine englischsprachige Studie der Nielsen Company in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft McKinsey. Ein Trend, der unbeirrt anhält. Wer Inhalte im Netz veröffentlichen möchte, braucht nicht mehr als einen internetfähigen Computer und einen Hosting-Provider.

Große Hoster wie die 1und1 Internet AG haben die hochkomplexen Vorgänge im Netz für den Laien heruntergebrochen und präsentieren ihren Nutzern intuitive Komplettlösungen zur Publikation im Internet. Diese Homepagevorlagen funktionieren nach dem „WYSIWYG“-Prinzip: What You See Is What You Get. Ohne aufwendige Programmierung erstellen Nutzer ihre Webseite mit wenigen Klicks direkt im Browser. Grafische Elemente werden einfach per Drag & Drop an der gewünschten Stelle platziert.

Die technische Hürde ist also gefallen, und Internet-Veteranen nehmen die Zögerlichen an die Hand. So zum Beispiel Blogging-Pionierin Rebecca Blood. Als Bloggerin der ersten Stunde erklärt Blood auf ihrer Webseite rebecca’s pocket zukünftigen Jungbloggern in zehn übersichtlichen Schritten den Weg zum erfolgreichen Weblog und hält allerhand Informationen über die Geschichte der Blogging-Kultur bereit.

Das Internet ist ein Raum ungeahnter Möglichkeiten, deren Ausmaß wir heute noch gar nicht überblicken können, und ein Projekt, an dem jeder partizipieren kann.

 

Bildrechte: Flickr Sophisticated Blogger, after Lejaren Hiller, Sr. Mike Licht CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten