Diebstahl und Vandalismus auf der Baustelle – was nützen Überwachungskameras?

Überwachungskameras können auf der Baustelle Vandalismus und Diebstahl verhindern, denn geklaut wird mittlerweile so gut wie alles, was man zu Geld machen kann. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich dabei um Rohre und Waschbecken handelt, Heizkraftanlagen, Stromkabel oder um aufwendige Werkzeuge. Für kleinere Handwerksbetriebe kann das den finanziellen Ruin bedeuten, denn es geht hierbei nicht nur um das gestohlene Material und durch Vandalismus zerstörte Gebäude, sondern es kommt dabei auch zu Terminverzögerungen.

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In der Ruhr verwüsteten im Juni 2017 zwei Jugendliche im Alter von 14 Jahren eine Schule, die in drei Tagen fertig gewesen wäre. Der Schaden belief sich insgesamt auf rund 350.000 Euro. Ist der Bauherr nicht gegen Vandalismus versichert, dann trägt er sein eigenes finanzielles Risiko. Überwachungskameras an Baustellen, können Verluste verhindern oder zumindest eingrenzen, wenn die Täter dabei sind Wände mit Farben zu beschmieren oder Fensterscheiben zerstören. Anhand von zuverlässigem Bildmaterial können die Täter überführt werden, weshalb sich ein Überwachungssystem für die Baustelle auf jeden Fall auszahlen sollte. Je mehr der Bau fortschreitet, desto mehr Ansprüche werden auch an die Überwachungskameras gestellt. Es ist empfehlenswert, bei der Anschaffung auf professionelle Geräte zu achten und die Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen. Ideal für die Baustelle sind beispielsweise Überwachungskameras, die kabellos und robust gegen Vandalismus sind, eine Full-HD-Bildqualität liefern und bei Bewegungen eine Mitteilung über eine App an das Smartphone senden. 


Wer haftet bei Diebstahl und Vandalismus am Bau?

Der Bauherr ist dafür zuständig, dass die Baustelle gegen den Zutritt von Unbefugten geschützt werden muss, allerdings bieten Zäune noch längst keinen ausreichenden Schutz gegen Diebstahl und Vandalismus. Einen bedingten Schutz finden Bauherren bei den Bauleistungsversicherungen, wo auch Subunternehmen und SHK-Handwerker (SHK - Sanitär-Heizung-Klima) mit versichert werden können, Pflicht ist diese Versicherung allerdings nicht. Finanzierende Banken raten zu einer Bauleistungsversicherung, aber Handwerkszeug, Baugeräte und auch der Diebstahl von losen Teilen ist bei den Policen nicht versichert. Sie schützt also nur die mit dem Gebäude fest verbundenen Teile, je nach Tarif können aber andere Bauteile und Baustoffe mitversichert sein.    

Eine gute Schutzalternative ist einen qualifizierten Sicherheitsdienst zu beauftragen, was aber auch mit dementsprechend höheren Unkosten verbunden ist. Professionelle Überwachungskameras sind im Vergleich deutlich günstiger und liefern auch beweiskräftige Informationen zur Täterverfolgung. In vielen Fällen haben sie auch eine abschreckende Wirkung, weshalb die Polizei Handwerkern und Bauherren zu effizienten Videokameras auf der Baustelle als präventive Maßnahmen rät. Die Polizei empfiehlt aber außerdem auch noch für ausreichend Beleuchtung nachts zu sorgen, keine hochwertigen Gegenstände unverschlossen herumliegen lassen und möglichst mechanische Sicherungen zu nutzen.


Auf was ist bei Überwachungskameras auf Baustellen zu achten?

Überwachungskameras auf einer Baustelle sollten zur Verhinderung und auch zur Aufklärung von Straftaten dienen. In vielen Fällen können sie aber auch von einem Pförtnerhaus als Zutrittskontrolle verwendet werden. Allerdings dürfen Sicherheitskameras nur zu diesem Zweck zum Einsatz kommen und keine gegenüberliegenden Häuser oder Wohnungen erfassen. Auch der Straßenbereich darf nicht aufgezeichnet werden, da sich die Kamera nur an der Überwachung orientieren soll und nicht am allgemeinen Publikumsverkehr. Eine totale Videoüberwachung der Mitarbeiter auf dem Bau ist verboten, Experten in Überwachungskameras und Datenschutzbeauftragte des Landes geben hierzu nähere Auskünfte.