Auflegen: Wie werde ich DJ?

Schwitzende Menschen jubeln dir zu, du kontrollierst mit deiner Musik die ekstatische Menge und bescherst ihr den perfekten Clubabend. Den Traum, ein gefeierter DJ zu sein, haben viele zumindest heimlich schon einmal geträumt. Man sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, dass man nicht über Nacht bekannt und zu einem zweiten Paul Kalkbrenner wird. Das bedeutet aber nicht, dass man keinen Erfolg haben kann. Doch wie wird man überhaupt DJ? Am Anfang geht es vor allem ums Ausprobieren, dafür genügt erst einmal ein Laptop und ein kostenloses Programm wie Mixmeister oder Traktor. Bei mobilen DJs ist das Gratisprogramm Virtual DJ sehr beliebt. Was du noch brauchst: Du solltest dein Publikum "lesen" lernen und ein Gespür für die Songauswahl entwickeln. Zu den technischen Fertigkeiten gehören das Gestalten der Übergänge von einem Song zum nächsten ebenso wie je nach Genre Scratching oder Looping. Was die Ausstattung betrifft, lassen sich je nach Vorliebe unterschiedliche Geräte kombinieren – etwa Festplatte, Plattenspieler, MP3-Sticks und CD-Player. Hast du dich mit den Programmen vertraut gemacht, brauchst du als nächstes einen Midi-Controller und ein Mischpult sowie DJ-Kopfhörer.

Equipment anschaffen

Natürlich kann man mit dem Auflegen auch Geld verdienen – und damit Schritt für Schritt entweder sein Equipment vervollständigen oder in bessere Elektronik investieren. Wenn du häufig auflegst und karrieretechnisch gut vorankommst, lohnt sich die eine oder andere Investition in hochwertige Technik sicherlich. Die hat allerdings auch ihren entsprechenden Preis: Mancher Controller kostet nämlich mehr als tausend Euro. Auch die Musiksammlung geht ins Geld: Vor allem, wenn du hauptsächlich Platten auflegen willst, benötigst du eine umfangreiche Sammlung, die sehr schnell richtig teuer werden kann. Willst du weder Geld von Freunden leihen noch ewig sparen, lässt sich das Equipment auch über einen Kredit finanzieren. Günstige Kredite gibt es zum Beispiel bei der Norisbank – auf Wunsch auch mit einer Absicherung, falls du arbeitslos oder krank wirst. Hierfür musst du allerdings ein regelmäßiges Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis nachweisen können. Um zu lernen und um herauszufinden, ob dir die Arbeit als DJ Spaß macht, solltest du erstmal auf Privatpartys von Freunden auflegen. Diese werden dich wiederum ihren Freunden empfehlen, wenn ihnen deine Musik gefallen hat. Weiter geht es mit der Herstellung eigener Mixtapes und Anfragen bei Veranstaltern, ob du bei ihnen auflegen kannst. In dieser Phase ist es wichtig, Kontakte aufzubauen und beständig zu üben. Es ist definitiv ein Learning-by-doing-Gewerbe, bei dem du dich ständig weiterentwickelst.


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