Alltagsoutfit Anzug? Das geht!

Gemeinhin wird der Anzug im alltäglichen Leben eher außen vorgelassen – wenn man ihn nicht berufsbedingt oder für einen Theaterbesuch tragen muss, dann tut man es auch nicht. Stattdessen ziehen die meisten dem strengen Ensemble aus Sakko, Hemd und Anzughose ein legeres Outfit vor. Dabei kann der Anzug auch anders – und immer mehr junge Männer setzen ein modisches Statement.

Moderner als man denkt

Der Anzug hat sein verstaubtes Image längst abgelegt: Renommierte Designer wie Ermenegildo Zegna, Tom Ford oder Salvatore Ferragamo zeigen, dass man einen klassischen Anzug mit raffinierten Schnitten, Stoffen oder Mustern ganz einfach aufpeppen kann. Büroangestellte und Geschäftsmänner reduzieren den Anzug meist auf das Wesentliche: seine Aufgabe als „Arbeitskleidung". Da wird oft zum schwarzen Einteiler gegriffen – schick, aber einfallslos. Anzugträger, die sich freiwillig in Schale werfen, wagen hingegen meist mehr und setzen auf Karomuster oder farbliche Statements. So kann man etwa Socken und Krawatte farblich aufeinander abstimmen, oder man bleibt klassisch, wählt dazu aber ein ausgefallenes Paar Schuhe. Allgemein geht der Trend zu einer eher schlanken, taillierten Silhouette mit knapperen Schnitten oder Beinkleidern mit eng anliegendem Hosenbein.

Tipps für mehr Stilsicherheit

Doch selbst, wer beim Anzug die Farben und Formen passend und modisch aufeinander abstimmt, ist vor kleinen Fauxpas nicht sicher. Oftmals sind beispielsweise die Ärmel des Sakkos zu lang. Bei einem gut sitzenden Sakko enden die Ärmeln kurz vor dem Handgelenk, sodass das Hemd ein bis zwei Zentimeter darunter hervorsteht. Für das Jackett gilt überdies:

  • Es sollte am Rücken weder Längs- noch Querfalten werfen
  • Der Hemdkragen sollte im Nacken ein wenig hervorlugen.
  • Das Revers muss eng an der Brust anliegen.
  • Die Nähte sollten oben leicht über die Schulter ragen.

Für die Krawatte gilt:

  • Vorsicht vor bunten Krawatten: Sie wirken schnell geckenhaft.
  • Ist die Krawatte zu breit, wirkt sie schnell bieder.
  • Eine schmale Variante, vielleicht sogar aus grobem Strick, wirkt modern und elegant zugleich.

Essentiell wichtig für alle Krawatten ist, dass der Knoten richtig gebunden ist. Die Anzughose indes sollte nicht zu weit und nicht zu eng sein, ein wenig Spielraum ist wichtig. Ebenso wichtig ist die sogenannte „Nase", also die Falte, die das Hosenbein oben auf dem Schuh aufliegend wirft. Sie muss in jedem Fall gegeben sein. Wer sich bei der Wahl des Anzugs unsicher ist oder nichts passendes für sich findet, der kann sogar soweit gehen und sich den perfekten Anzug nach Maß schneidern lassen. In Nürnberg etwa kann man dies beim Maßschneider Kuhn machen lassen.