Allergien So leiden die Betroffenen


Bildrechte: PublicDomainPictures / pixabay.com

Tränende und kratzende Augen, ein brennender Hals, Atemnot, Niesreiz, Magen-Darm-Probleme, stark juckende Quaddeln und Rötungen auf der Haut: Allergien können Betroffenen das Leben auf unterschiedlichste Art schwermachen. Im Extremfall lösen sie einen allergischen Schock aus, der sogar zum Tod führen kann. Die beste Hilfe ist es, die Auslöser zu meiden. Doch das ist mitunter kaum möglich.


Heuschnupfen ist häufigste Allergie – und hat mit Heu nichts zu tun 
Bei einer Allergie reagiert der Organismus auf bestimmte körperfremde Stoffe abwehrend, diese als Allergene bezeichneten Auslöser rufen dann die jeweiligen Symptome hervor. Am stärksten verbreitet ist in den Industrieländern der Heuschnupfen, bei dem es sich weder um eine Allergie gegen Heu noch um eine Erkältung handelt. Tatsächlich sind es Pflanzenpollen, die bei Betroffenen die Beschwerden hervorrufen – vor allem Niesen, Augenjucken und Fließschnupfen, bei dem die Nase ständig läuft und die Nasenschleimhaut angeschwollen ist. Die Pollen-Hauptsaison von April bis August ist für viele Betroffene eine qualvolle Zeit, den Auslösern in der Luft können sie schließlich nicht aus dem Weg gehen, sie sind überall.


Bildrechte: Unspash / pixabay.com

Sonderfall Nesselsucht: Keine echte Allergie im medizinischen Sinn 
Rund 13 Millionen Allergiker gibt es in Deutschland, neben Heuschnupfen sind vor allem Allergien gegen Hausstaub, Tierhaare und Nahrungsmittel sowie allergisches Asthma verbreitet. Eine Sonderform nimmt die Nesselsucht ein, im Medizinerjargon Urtikaria genannt. Streng genommen handelt es sich bei der Nesselsucht nicht um eine Allergie, sondern um eine allergieähnliche Abwehrreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe oder Reize. Die Urtikaria äußert sich darin, dass sich auf der Haut Quaddeln, Rötungen und Schwellungen bilden, verbunden mit starkem Juckreiz. Mitunter können Nahrungsmittelzusatzstoffe und Medikamente die Nesselsucht hervorrufen, man spricht dann von einer Intoleranz-Urtikaria

Wie bei einer Allergie gilt es auch bei der Nesselsucht, zunächst die Auslöser ausfindig zu machen und diese dann möglichst zu meiden. Bei einer Intoleranz-Urtikaria hat es sich bewährt, wenn Betroffene ein Beschwerdetagebuch führen. Sie protokollieren, welche Nahrungsmittel sie wann zu sich nehmen und ob ihr Körper mit einem Nesselsucht-Schub darauf reagiert. Sind die Auslöser identifiziert, stehen die Chancen gut, dass sich die Urtikaria in Schach halten lässt, gegebenenfalls auch dank unterstützender medikamentöser Behandlung. Heuschnupfen-Allergiker haben es da deutlich schwerer. Um die Auslöser ihrer Beschwerden zu meiden, müssten sie sich womöglich monatelang in ihrer Wohnung verkriechen – keine echte Option.