4 rasante Trinkspiele, die eure Party aufpeppen

Keine Lust auf müde Partys und gelangweilte Gäste? Um richtig Schwung in den Partyabend zu bringen, braucht es oft nicht mehr als einen kleinen Anschub, dann entwickelt sich die Dynamik ganz von selbst. Trinkspiele sind da natürlich das Mittel der Wahl für engagierte Gastgeber, um den Laden gleich zu Anfang ein wenig aufzumischen. Das macht Spaß und sorgt nicht nur für heitere, sondern auch für angeheiterte Gäste, die die Party ganz von selbst weiter aufleben lassen. Und auch für das beliebte Vorglühen eignen sich diese Spiele super, um schnell auf Touren zu kommen. Wir haben 4 rasante Trinkspiele für euch rausgesucht, die keine Kehle trocken lassen.

 

1. Mit »Hau-Ruck« in den Abend starten

Das Hau-Ruck-Kartenspiel ist ein echter Knaller für Partylöwen, die eine gesellige Runde lieben, in der es jede Menge zu lachen gibt. Ihr braucht dazu ein ganz normales Kartenspiel und ein paar 10-Cent-Stücke, genau eine Münze weniger als Mitspieler. Ins Spiel kommen viermal so viele Karten wie Teilnehmer; achtet darauf, dass es sich dabei stets um vollständige Quartette handelt. Jeder Spieler erhält nach dem gründlichen Mischen vier Karten auf die Hand, Ziel ist es, irgendein Quartett zusammenzubekommen, egal ob aus Zahlen oder Bildern.

 

Nun rufen alle gemeinsam »Hau-Ruck!«. Bei »Hau« legt jeder eine seiner Karten verdeckt auf den Tisch, bei »Ruck« schiebt er sie zum linken Nebenmann. Dann nimmt er die von rechts herangeschobene Karte in sein eigenes Blatt auf und prüft, wie diese ihm nützlich sein kann, um sein Ziel zu erreichen. Viel Zeit bleibt dafür nicht, denn schon wird wieder »Hau-Ruck!« gerufen. Wer ein vollständiges Quartett auf die Hand bekommt, legt seine Karten ab und schnappt sich eine der in der Tischmitte liegenden 10-Cent-Münzen. Nun müssen alle anderen Spielteilnehmer ebenfalls zugreifen: Wer kein Geldstück abbekommt, muss einen trinken.

 

Dieses Spiel lädt geradezu zum Spicken und Mogeln ein, das gehört wie bei einigen anderen Kartenspielen auch einfach dazu. Natürlich sind solche Betrügereien streng verboten – wer erwischt wird, muss die vorgesehen Strafe auf sich nehmen. Wir denken, dass ein zusätzliches Gläschen die Mogler zur Raison bringt – oder erst richtig anfeuert …

 

2. Roulette-Trinkspiel für Glücksspielfans

Eine Runde Glücksspiel gefällig? Roulette wird nicht nur im Casino oder den klassischen Spielstätten gezockt, sondern kann auch auf einer Party in den eigenen vier Wänden abgehalten werden. Damit das Roulette als Trinkspiel taugt, muss man es auch nur leicht abwandeln. Zu diesem Zweck gibt es für wenig Geld extra angefertigte Rouletteräder zu kaufen, die in der Mitte einen funktionierenden Kessel besitzen, durch den die Kugel saust. Rundherum um dieses Rad sind Halterungen für nummerierte Schnapsgläser angebracht, die der Gastgeber am besten abwechselnd in den typischen Roulette-Farben befüllt: Für die »schwarzen« Gläser eignet sich zum Beispiel dunkler Kakao-, Kaffee- oder Sauerkirschlikör, die roten Trinkgefäße enthalten dann Erdbeerschnaps oder Johannisbeerbrand. Sucht euch einfach selbst etwas raus, ihr wisst schließlich am besten, was euren Gästen schmeckt.

 

Jeder Gast darf nun auf seine Glückszahl setzen, dann wird das Rouletterad gedreht und die Kugel gekonnt gegen die Drehrichtung eingeworfen. Der Sieger darf sein Pinnecken austrinken, wer oft gewinnt, hat doppelt Spaß! Manchmal stehen noch andere Spielvarianten in der Gebrauchsanweisung: Einfach mal nachschauen.

 

3. Schweinrennen für flinke Würfler

Der Name sagt fast schon alles: Hier findet ein witziges Wettrennen statt, aber es galoppieren keine echten Schweine, sondern Würfel um den Tisch herum. Egal, wie viele Leute in geselliger Runde zusammensitzen, ins Spiel kommen stets zwei Würfel, die nur ein Ziel vor Augen haben: einander einzuholen. Der Gastgeber legt eine Zahl fest, die gewürfelt werden muss, um den jeweiligen Würfel weiterzugeben. Anfangen dürfen zwei Teilnehmer, die möglichst weit voneinander entfernt sitzen. Auf »Los!« geht das Schweinerennen dann auch direkt los.

 

Wer einen Würfel in der Hand hat, würfelt wieder und wieder, bis die verlangte Zahl fällt. Dann gibt er den Würfel nach rechts weiter. Manchmal dauert die Würfelei tierisch lange, ein anderes Mal ist sie Ruck-Zuck vorbei. Treffen die beiden Würfel bei einem Spieler aufeinander, dann muss dieser einen Kurzen trinken und darf die nächste Zahl festlegen, die es zu erwürfeln gilt. Wir denken, dass diese einfachen Spielregeln auch nach vielen Runden noch sitzen, sogar dann, wenn einige der Gäste bereits unter dem Tisch liegen sollten. Wenn ihr schon die Würfel zur Hand habt, könnt ihr anschließend vielleicht noch ein anderes Spielchen damit wagen, der Abwechslung zuliebe.

 

4. Tischklopfen - wo war noch mal meine Hand?

Das Tischklopfspiel wird umso verrückter, je mehr Alkohol ins Spiel kommt, darum macht es im fortlaufenden Abend immer mehr Spaß. Alle Teilnehmer versammeln sich sitzend um den Tisch und legen ihre Hände flach vor sich auf die Tischplatte. Dabei überkreuzen sich die Arme mit den Nachbarn, das heißt, zwischen den eigenen Händen liegen immer noch zwei weitere. Nun wird auf den Tisch geklopft, der Gastgeber fängt an. Im Uhrzeigersinn wandert das Klopfen um den Tisch herum, dabei bewegen sich die Hände exakt der Reihe nach. Wenn irgendjemand zweimal klopft, gibt es einen Richtungswechsel.

 

Nach einer kurzen Übungsphase gewinnt das Klopfspiel an Fahrt, die Reaktionen müssen immer schneller erfolgen. Wer klopft, obwohl er (noch) nicht dran ist, muss einen trinken. Wer seinen Einsatz verpennt, darf ebenfalls einen Kurzen genießen. Das Tischklopfen artet meist in einer ziemlichen Gaudi aus, die auch nach Beendigung des Spiels noch für jede Menge Schwung und Gesprächsstoff sorgt.