Crematory // Hämatom // Märzfeld

Am 26.04.2014 ab 19:00




Crematory // Hämatom // Märzfeld

Internationale Vergleiche müssen Crematory schon lange nicht mehr fürchten. Die bekannteste deutsche Gothic Metal-Band hat sich in den zurückliegenden 23 Jahren einen exzellenten Ruf im In-und Ausland erspielt. Grund dafür ist der hohe Wiedererkennungswert ihrer Songs, aber auch die charakteristische Spielweise der Band, vor allem ihr unbedingter Wille, sich künstlerisch permanent weiterzuentwickeln. Keines ihrer bisherigen Alben ist ein Plagiat eines vorherigen, sondern ein eigenständiges Werk mit unverwechselbaren Eigenarten und frischen Ideen. Wenn Crematory mit ihrem neuesten Album Antiserum jetzt also die elektronischen Komponenten von Revolution (2004) wieder aufgreifen, geschieht dies dennoch mit geänderten Parametern und zukunftsweisenden Visionen.

 

„Unsere Fans können sich darauf freuen, dass wir mit Antiserum in Sachen Elektroeinflüsse noch einen Schritt weiter als auf unserem damaligen Comeback-Album Revolution gegangen sind", erklärt Schlagzeuger Markus Jüllich. „In Zusammenarbeit mit Elmar Schmidt von der Hamburger EBM-Band Centhron ist uns eine packende Mischung aus Metal-Brett und EBM-Keyboards gelungen. Ich würde deshalb die Marschrichtung auf Antiserum als EBM-Metal bezeichnen."
So homogen das Endergebnis klingt, so konzentriert mussten Crematory von Beginn arbeiten, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Markus Jüllich gesteht: „Anfangs war es schwieriger, als wir gedacht hatten. Die Sounds und Samples, die uns Elmar anlieferte, hatten keinerlei Songstrukturen, deshalb fehlte uns natürlich zunächst der rote Faden, an dem man wir uns hätten entlang hangeln können. Es dauerte zwei, drei Songs, bis wir uns eingegroovt hatten, aber von dann an war es ein überaus spannender Prozess, die neue Songs zu entwickeln."
Der Crematory-Schlagzeuger spricht von Stücken wie ´Virus' mit seinem pulsierenden EBM-Flair, von ´Inside Your Eyes', das ebenfalls konsequent und unverhohlen den gewünschten EBM-Charakter verfolgt, oder auch von der ersten Singleauskopplung ´Shadowmaker', einer echten Hymne, mit der Crematory die lange Tradition fortsetzen, auf jedem ihrer bisherigen Alben mindestens einen echten Hit vorweisen zu können. Markus Jüllich: „Noch bevor die gesamte Scheibe fertiggestellt war, wussten wir, dass ´Shadowmaker' absolutes Hitpotential besitzt. Im Studio wusste wir sofort, dass wir eine neue Crematory-Hymne geschrieben haben."
Neben dieser gewollten experimentellen Ausrichtung existieren auf Antiserum aber natürlich auch diverse Stücke, bei denen Crematory ihre traditionellen Stärken und bekannten Eigenarten ausspielen. Der Titelsong ist ein perfektes Beispiel für typische Crematory-Zutaten, ebenso wie ´Back From The Dead' oder ´If You Believe'; Stücke die in ähnlicher Form beispielsweise auch auf den beiden Vorgängern Pray (2008) oder Infinity (2010) hätten stattfinden können.
Angesichts des überzeugendes Ergebnis dieser ´Gothic Metal meets EBM'- Liaison kann man Crematory eine im Vergleich zu Revolution insgesamt noch homogenere Verschmelzung vermeintlich gegenläufiger Musikrichtungen attestieren. „Wir waren diesmal noch mutiger als 2004. Noch stärker als damals haben wir mit unterschiedlichen Instrumentierungen gespielt und, wie ich finde, geschickt echte Schlagzeug-Parts mit elektronischen Patterns verbunden. Für mich als Schlagzeuger der Band wird es natürlich hochspannend, wie man dieses in Kürze auf der Bühne umsetzt. Aber da dies auf Antiserum so gut miteinander harmoniert, wird es live sicherlich auch eine überzeugende Melange werden."
Apropos: Bereits in Kürze können Crematory-Fans die neuen Konzerttermine der Band in ihren Kalender eintragen. „Anfragen haben wir wieder ohne Ende", freut sich Markus Jüllich, „wir werden also wieder so viel wie möglich spielen und unseren Fans das richtige Antiserum gegen Frust und Überdruss verabreichen."