Lilly Wood And The Prick (F)

Am 26.09.2014 ab 21:00




Lilly Wood And The Prick (F)


präsentiert von INTRO, uMag, AMPYA, FastForward Magazine
veranstaltet von E-Werk & Deutsch-Französischem Kulturinstitut
LILLY WOOD AND THE PRICK stehen nun schon seit Wochen an der Spitze der Charts. Auch wenn das Stück so gar nicht typisch ist für das Duo: Dem „Prayer In C“ im Remix von Robin Schulz kann sich im Moment keiner entziehen. Dieser Erfolg kam angeblich so überraschend, dass sich sogar die Bild-Zeitung bemüßigt fühlte, die französischen Chartstürmer zu erklären und ihnen einen großen Artikel widmete. Wer aber die Auftritte der israelischstämmigen Sängerin Nili Hadida, die bereits in England und Kalifornien gelebt hat, und ihrem Kompagnon an der Gitarre, Benjamin Cotto, im vergangenen Herbst und Winter gesehen hat – unter anderem bei einem überragenden Auftritt beim Reeperbahn Festival –, wusste auf der Stelle: Da wächst etwas ganz Großes heran. Inzwischen heißt es nicht mehr „Lilly Who and the What?“ (so der Titel der ersten EP aus dem Jahr 2008), sondern jetzt hat das Indie-Pop-Duo den Star-Status, den es verdient hat. Den besitzen Hadida und Cotto in Frankreich schon seit ihrem Debüt-Album „Invincible Friends“ aus dem Jahr 2010, das in ihrer Heimat längst mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde.
Mit ihrem folkigen Pop spielten sich LILLY WOOD AND THE PRICK dann bei ihren umjubelten Live-Auftritten in kürzester Zeit in die Herzen der Fans weltweit und begeisterten mit ihrer melancholischen Widerborstigkeit. Die unwiderstehliche und leicht bluesige Stimme von Hadida verbindet sich mit den sanften, aber ungewöhnlichen Harmonien, die Cotto in die Stücke zaubert. Dazu kommen einige elektronische Extras, Melodien zum reinlegen und ein heiserer Vintage-Klang, der an die späten 60er gemahnt. Die Musik klingt dabei tatsächlich anders, feiner als der Hit, der sie jetzt an die Spitze der Hitparaden geführt hat, denn es ist eben ein Remix. Live wirkt das alles direkter als auf Platte, nicht zuletzt, weil das Duo dann von drei weiteren Gastmusikern begleitet wird, die den Druck deutlich verstärken, ohne die nuancierten Feinheiten der Arrangements zu überlagern.