East Cameron Folkcore

Am 04.06.2015 ab 20:00




East Cameron Folkcore

Präsentiert von: StarFM, VISIONS und getaddicted
EAST CAMERON FOLKCORE - KINGDOM OF FEAR TOUR 2015
Was kann man machen, wenn alles den Bach runtergeht? Wenn man ungebremst in den Abgrund rast? Wie wird man fertig mit dem Wahnsinn und dem Chaos um einen herum? East Cameron Folkcore aus Austin, Texas, wissen, was zu tun ist, wenn die Ungerechtigkeit zum Himmel schreit. Sie schreien einfach zurück!
Wenn das Vorgängeralbum "For Sale" der Schlüssel war, mit dem die Tür nach draußen geöffnet wurde, ist "Kingdom Of Fear" der Stiefel, der die Tür aus ihren Angeln kickt und dadurch alles hereinlässt: Das Licht, die Erkenntnis und die Wahrheit, die so gleißend hell ist, dass sich eigentlich keiner mehr herausreden kann, von wegen: Ich habe nichts gewusst, ich habe nichts gesehen.
"Viele Musiker singen von ihrem Baby und ihrem Darling. Darüber, wie sehr ihr Herz schmerzt oder wie dringend sie dem anderen die Kleider vom Leib reißen wollen. Aber diese emotionale Ich-Bezogenheit interessiert mich nicht. Für mich ist unsere Musik ein Vehikel, das die Menschen verbindet und die wirklich wichtigen Themen anspricht." So beschreibt Jesse Moore, Sänger, Gitarrist und musikalischer Anführer von East Cameron Folkcore, den Anspruch, den die Band an ihre Songs legt.
Befindlichkeiten, Persönliches, Belange des Individuums – das alles bleibt hier außen vor. Stattdessen ist "Kingdom Of Fear" eine kritische Bestandsaufnahme unserer Welt im Jahr 2014: Vom Überwachungsstaat zum Turbokapitalismus, vom Raubbau an der Natur bis zur Korruption in Wirtschaft und Politik, von ausbeutenden Chefs bis zu willkürlichen Polizisten.
Die Themen, die hier zur Sprache kommen, sind ungemütlich, keine Frage. Den Vorwurf, die Band sei "zu politisch" geworden, haben East Cameron Folkcore auch schon mehr als einmal gehört. Aber es gibt für sie eben keine Alternative. "Wir gehen mit offenen Augen durch die Welt, und dieses Album ist unsere Reaktion darauf", sagt Jesse über die Wut und Frustration, die bei der Entstehung dieser Platte entscheidend war. "Es ist nicht so, dass ich keine positiven Gefühle kennen würde. Sie spielten nur keine Rolle. Darüber wollte ich nicht singen."